Aktuelles


31. Mai 2015 - Galerie KURA

Gemeinschaftsausstellung in der Galerie Kura. Zum ersten Mal zeigt die Galerie meine Feuerbilder in einer Ausstellung.

3. Juni 2015 - TIDE TV

Am 3. Juni sendet Tide TV ein Interview in der Sendung: Was Kunst Du? von Cosmo du Mont. Ca. 30 Minuten reden wir über Wüsten, Malerei und alles was einen Maler in die Wüsten zieht.

Mai 2015 - NDR

Am 4. Mai sendete der NDR in der Sendung DAS einen kurzen Filmbeitrag über meine Arbeit. Gedreht wurde in St. Peter Ording unter der Leitung von Judith Strunk. Jetzt kann man den Beitrag in der NDR Mediathek finden. Siehe unten.

2015 - Besuch im Showroom / Atelier

Im Showroom werden auch in diesem jahr Vernissagen stattfinden und ständig die neusten Bilder gezeigt. Adresse: Friedensweg 10 a, 22609 Hamburg. Ein Besuch ist nach Voranmeldung per Mail jederzeit möglich, wenn ich nicht gerade in der Wüste weile.

Maerz 2015 - Vereinigte Arabische Emirate

Zurück aus der Rub al-Khali, in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nahe der Oase Al-Ain malte ich eine Serie Wüstenbilder, war versucht ein Kamel zu kaufen auf dem Kamelmarkt bei Al-Ain und besuchte mehrere Kamelrennen in Ras al Khaimah. So wandelte ich ein Stück auf Wilfred Thesigers Spuren. Ich werde sicher wiederkehren in die Emirate. Die Oase Liwa winkt als Ziel sowie Hatta in den Bergen und Sohar, die Stadt Sindbad des Seefahrers.

August 2015 - DIE ZEIT

DIE ZEIT Nº 34/201414. August 2014 08:00 Uhr Der Sandsturm pinselt mit Andere malen das Meer, Carsten Westphal hat es mit Wüsten. Seine Gemälde entstehen an Ort und Stelle – und das soll man sehen. Ein Gespräch über den Charme der Leere und die Feinfühligkeit von Kamelen. Interview: Cosima Schmitt DIE ZEIT: Herr Westphal, haben Sie eine Lieblingswüste? Carsten Westphal: Oh ja, die Rub al-Chali im Oman. Sie hat rotbraun leuchtende Sanddünen, die sich wie Bergketten aneinanderreihen, und dazwischen glitzern schwarz-silbrige Schotterebenen. Toll finde ich auch die libysche Sahara in der Nähe des Sees Umm al-Maa: Da läuft man über einen orangefarbenen Sandozean, überquert eine Düne – und plötzlich breitet sich unten die Oase aus, tiefblau und gesäumt von Palmen. Anzeige ZEIT: Orte, so schön, dass Sie sie auf Gemälden festhalten. Sie reisen allein oder mit Führern in die Wüsten der Welt, breiten dort eine Leinwand aus und verwenden zum Malen, was die Umgebung hergibt. Was darf denn alles aufs Bild? Westphal: Sand, Staub oder Schlamm zum Beispiel. Auf dem Mosesberg auf der Sinai-Halbinsel habe ich etwa Felsstaub verarbeitet, also Gestein, das von Pilgern zertreten wurde – gemörsert von Millionen Sohlen! Da hat jedes Körnchen eine Geschichte. ZEIT: Mit dem Staub bestreuen Sie die Leinwand ... Westphal: ... und ich lasse auch die Elemente mitmalen: Am liebsten arbeite ich in Sandstürmen, da bläst der Wind kleine Dünen aufs Bild. Anschließend beträufele ich die Leinwand mit Wasser und Bindemittel, und die Sonne brennt alles zu einer festen Schicht, die ich weiter bemale; die Farben mische ich möglichst mit Oasenwasser an. Das Ergebnis sieht oft aus wie eine Luftaufnahme der jeweiligen Wüste. ZEIT: Und ist acht bis zehn Kilo schwer. Westphal: Ja, das ist ein Problem. Mehr als zehn Bilder kann ich pro Reise nicht mitschleppen, selbst im Jeep nicht. Mit dem fahre ich aber ohnehin nicht so gern – jedes Mal platzt mir ein Reifen in der Hitze, dann will ich den Wagenheber ansetzen, und der versinkt im Sand. Lieber bin ich mit Kamelen unterwegs. Die kriegen keinen Platten. ZEIT: Und hoch oben auf einem Kamel ist die Aussicht bestimmt besser. Westphal: Meist reite ich nicht – das Hin-und-her-Geschaukel ist so gemütlich, dass ich sonst einschlafe und die schönsten Motive verpasse. Lieber lasse ich die Tiere Malutensilien und Gepäck tragen und laufe nebenher. Wobei das nicht ohne ist, Kamele haben ihr eigenes Karawanen-Tempo, da muss man ganz schön rennen. ZEIT: Kommen sich Mensch und Tier auf solchen Touren auch näher? Westphal: Viele Mietkamele sind abgestumpft, sie lassen sich nicht mehr auf Beziehungen zu Menschen ein. Aber einmal hat mir ein Targi in Tunesien sein weißes Rennkamel eine Woche lang ausgeliehen. Ein edles Tier mit riesigen, hellwachen Augen, in denen sich dein ganzer Körper spiegelte. Eines Morgens schliefen die Tuareg noch, und ich malte. Und da trippelte das Kamel herbei. Man hatte seine Füße, wie es Brauch ist, für die Nacht zusammengebunden, sodass es nur winzige Schritte machen konnte. Es schnupperte an den Farbtöpfen und sah mir zu; war ganz vorsichtig, hat alles inspiziert, ohne etwas umzuwerfen. Dieses Kamel war sehr feinfühlig. Als wir uns verabschiedeten, war ich richtig traurig und hab ihm lange den Hals geklopft. ZEIT: Und wie reagieren menschliche Wüstenbewohner auf Sie? Finden die es nicht seltsam, dass da ein Fremder in ihrer Wüste kniet und malt? Westphal: Oh ja. In Südtunesien kamen zum Beispiel zwei Männer vorbei, starrten die Leinwände an und fragten, was ich da mache. Als ich sagte, ich sei Künstler, haben sie den Kopf geschüttelt. Die leben in Zelten, die haben keine Wände, an denen man Bilder anbringen könnte. Und auch in den Häusern, in denen ich in Syrien und Jordanien zu Gast war, hingen keine Gemälde. So was sieht man nur in Großstädten, deren Bewohner mit westlicher Kultur in Berührung gekommen sind. In Indien hatte ich aber auch mal einen Kamelführer, der war fasziniert von meiner Arbeit. Er sagte, bislang sei Sand für ihn das gewesen, was in den Schuhen drücke. Dass man damit Kunst schaffen könne, wäre ihm nicht im Traum eingefallen. ZEIT: Wie sind Sie selbst auf die Idee gekommen? Westphal: Ich habe eigentlich Archäologie studiert. Aber dann kam ich auf einer Reise an der verfallenen Karawanenstadt Sijilmassa in der marokkanischen Wüste vorbei und spürte: Die will ich lieber malen als ausbuddeln – ich möchte selbst Kunst schaffen, nicht freilegen, was andere geschaffen haben. In Sijilmassa entstand mein erstes Wüstenbild. Seither möchte ich alle der über 50 Wüsten weltweit besuchen. 15 habe ich schon geschafft. ZEIT: Manche Menschen würden sagen: 15-mal Leere und Ödnis. In der Wüste gibt es kaum Tiere, kaum Pflanzen, wenige Menschen. Haben Sie nicht allmählich Lust auf Großstadtbilder? Westphal: Für mich sind Wüsten keine leeren, öden Sandmassen, sondern von großer, urtümlicher Schönheit. Diese Weite, in der nichts den Blick versperrt! Außerdem ist es in der Wüste unglaublich still. So still, dass die eigenen Gedanken laut werden, die Ideen strömen. Ich kann diese Stille in mich aufnehmen und werde dann selbst immer ruhiger – versenke mich so sehr ins Malen, dass es sich anfühlt wie Meditation. Diesen Zustand kann ich nur in der Wüste erreichen. Wenn ich woanders bin, sehne ich mich danach. Und nur in der Wüste erlebt man, wie es ist, wenn das Leben aufs Wesentliche reduziert ist. Zu Hause trinkt man achtlos eine Flasche Wasser, hier kann sie das große Glück bedeuten. Wenn ich in eine Wüste gehe, ist das wie nach Hause kommen. ZEIT: Ein Zuhause, das nicht immer ungefährlich ist. Sind Sie schon mal in brenzlige Situationen geraten? Westphal: Ja, in Libyen haben mich Soldaten angehalten. Sie wollten die Köcher inspizieren, in denen ich meine Leinwände transportiere. Denn in Libyen gibt es Panzerfäuste, die von der Größe her genau hineinpassen würden. Ich habe die Köcher aufgeschraubt, etwas zittrig, weil vor mir die Soldaten standen, die Kalaschnikow im Anschlag. Als ich dann die Leinwände herausholte, haben die Männer laut gelacht. Und ich habe ihnen mitten in der Wüste meine Kunst erklärt.

2015 - Wuestenreisen

Für dieses Jahr sind 2-3 Wüstenreisen geplant: Vereinigte Arabische Emirate, Namibia und Island.

05. Januar 2015 - Desierto de Tabernas

Zurück aus Spaniens Wüste bei Tabernas/Almeria. Dort, in der einzigen Wüste Europas, wo in den 60er und 70er Jahren zahlreiche Western aber auch Szenen des Films "Lawrence von Arabien" gedreht wurden, habe ich über den Jahreswechsel eine kleine Serie Wüstenbilder gemalt. Unberührte Naturlandschaft und 3000 Sonnenstunden im Jahr.


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